Sportkooperation zwischen Deutschland und Uganda

Seit 1961 ist die Internationale Sportförderung des Auswärtigen Amts Teil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik der Bundesrepublik Deutschland. In dieser Zeit wurden in über 100 Ländern mehr als 1400 Kurz- und Langzeitprojekte in verschiedensten Sportarten durchgeführt. Teamfähigkeit, gegenseitiger Respekt, Toleranz und Fairness sollen durch die gemeinsame Teilnahme an sportlichen Aktivitäten als positive Nebeneffekte des Sports freigesetzt und gefestigt werden – soziale Kompetenzen also, die auch außerhalb des Sports für ein friedliches Miteinander unabdingbar sind.

Die Projekte und Aktivitäten der Sportförderung sind vielfältig. Sie leisten einen Beitrag zur Völkerverständigung, indem sie den Dialog zwischen den Kulturen anregen, Minderheiten stärken und Vorurteilen vorbeugen. "Menschen bewegen – Grenzen überwinden", das Motto der Sportinitiative des Auswärtigen Amts, soll deutlich machen, dass die Bundesrepublik Deutschland für all die positiven Werte steht, die Menschen beim Sport gemeinsam erleben können: Lebensfreude, Weltoffenheit, Solidarität und Fairness.

Internationale Sportförderung durch das Auswärtige Amt

Uganda und Deutschland verbindet eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der Sportförderung, die bereits seit mehr als vier Jahrzehnten besteht. Seither wurden in Uganda 2 Langzeit- und über 30 Kurzzeitprojekte durchgeführt sowie zahlreiche Sachspenden in Form von Sportgeräten, Bällen, Trikots etc. an Sportverbände und über 50 Schulen übergeben.

In enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und den anderen Sportfachverbänden werden deutsche Sportexperten im Auftrag des Auswärtigen Amts ins Ausland entsandt. Von 2009 bis 2013 war der Langzeitexperte des DOSB, Herr Günter Lange, im Ministerium für Sport und Erziehung angesiedelt und beriet die jeweiligen nationalen Sportverbände beim Auf- und Ausbau moderner Sportstrukturen.

Seit den 1980ern lädt das Auswärtige Amt zudem in Kooperation mit dem DFB, dem DLV und den sportwissenschaftlichen Fakultäten der Universitäten Leipzig und Mainz zu Trainerlehrgängen in Deutschland ein, die entsprechend zertifiziert werden. Inzwischen wurden zur Teilnahme an Weiterbildungskursen mehr als 25 Stipendien an ausgewählte Multiplikatoren in Uganda vergeben.

Darüber hinaus werden den Projekten und Sportverbänden Sachspenden in Form von Sportgeräten, Bällen, Trikots etc. zur Verfügung gestellt, um den teilnehmenden Sportlern und Trainern ein adäquates sportliches Umfeld zu schaffen. Eine der zahlreichen Materialspenden war eine elektronische Zeitmess-Anlage im Wert von 62 Millionen Uganda Shilling, die der Uganda Athletic Federation (UAF) 2011 übergeben wurde.

Durch den Einsatz der elektronischen Zeitmess-Anlage und eines Windmessers bei Sprint und Sprung können sich ugandische Athleten fortan für internationale Sportveranstaltungen in ihrem eigenen Land qualifizieren oder aber international anerkannte Rekorde im eigenen Land erbringen.

Im darauffolgenden Jahr wurden drei weitere Zeitmess-Anlagen an das Ministerium für Bildung und Erziehung übergeben, die seitdem zur elektronischen Zeitmessung der Laufgeschwindigkeit von U12 und U14 Schülern während der jährlich stattfindenen nationalen Leichtathletik-Meisterschaften der Grundschulen eingesetzt werden.

Um die erfolgreiche Zusammenarbeit im Sportbereich fortzusetzen, nahmen hochrangige Vertreter aus dem Sportbereich zudem an einer vom Auswärtigen Amt finanzierten Studienreise 2013 nach Deutschland teil. Das erworbene Wissen soll den nationalen Sportverbänden beim Auf- und Ausbau nachhaltiger Sportstrukturen unterstützen.

Sport

Kinder in Accra spielen Fußball

Sport ohne Grenzen: Die internationale Sportförderung des Auswärtigen Amtes

Dressurreiterin Isabell Werth

Sie steht für Fairness, Toleranz und friedlichen Wettkampf: Die internationale Sportförderung des Auswärtigen Amtes ist eine weltweite Erfolgsgeschichte und ein Beispiel dafür, wie Sport über sprachliche, politische und kulturelle Grenzen hinweg Brücken bauen kann. In den vergangenen 50 Jahren haben das Auswärtige Amt und seine Partner – darunter der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) und die Sportuniversität in Leipzig – mit der internationalen Sportförderung mehr als 1300 Sportprojekte in 100 Ländern unterstützt.

Sportland Deutschland: Zahlen und Fakten

Tischfußball

Hier bieten wir Ihnen interessante Fakten über den deutschen Sport an. Schauen Sie rein!

Fußball und Integration

Die bundesweite Kampagne "Integration. Gelingt spielend."

Im multikulturellem Kontext unserer Gesellschaft sind Fußballvereine vor allem Orte der Begegnung. Die Bundesliga selbst ist dafür das beste Beispiel. Die über 1.000 Profi-Spieler der 1. und 2. Bundesliga stammen aus mehr als 90 Nationen. Damit Vielfalt und Miteinander verträglich bleiben, kämpft die Kampagne "Integration. Gelingt spielend." für Toleranz und gegen Diskriminierung und setzt sich für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ein.