Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Uganda – Überblick

KONTEXT

In den vergangenen Jahrzehnten hat Uganda signifikante Fortschritte im Bereich soziale und wirtschaftliche Entwicklung gemacht. Der Nationale Entwicklungsplan für den Zeitraum 2010-2015 beschreibt die Strategie für die künftige Entwicklung. Deutschland sieht sich als Entwicklungspartner Ugandas und unterstützt die ugandische Regierung und Bevölkerung bei der Umsetzung dieser Strategie.


PROGRAMME

Bilaterale Regierungszusammenarbeit
Seit 2004 hat die Bundesregierung mehr als 250 Millionen Euro für die deutsch-ugandische Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt. Der Großteil der Unterstützung (182 Millionen Euro) kommen den folgenden drei Sektoren zugute:

  • Wasser und Sanitärversorgung
  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
  • Finanzsystementwicklung und ländliche Finanzierung

In diesen Bereiche werden Investitionen durch die KfW Entwicklungsbank mitfinanziert und technische Unterstützung durch die GIZ geleistet; beide sind deutsche staatliche Durchführungsorganisationen.

Der Zugang zu sauberem Wasser, Elektrizität oder fairen Krediten erfordert jedoch nicht nur Investitionen und technische Beratung, sondern auch entwicklungsförderliche Rahmenbedingungen. Deshalb widmet sich die Deutsche Entwicklungszusammenarbeit auch Querschnittsthemen, insbesondere durch:

  • den kritischen Dialog mit der Ugandischen Regierung als Budgethilfegeber (zunächst bis Juni 2013)
  • Unterstützung von Reformen im öffentlichen Finanzwesen
  • die Förderung der Menschenrechte
  • Programme zur Friedenskonsolidierung und zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Norduganda, vor allem in
    Karamoja
  • Zusammenarbeit mit dem Privatsektor
  • Vergabe von Stipendien

Die deutsche bilaterale Entwicklungszusammenarbeit kooperiert auf verschiedenen Ebenen mit den ugandischen Partnern.Auf nationaler Ebene sind Ministerien, die Zentralbank, Institutionen wie die Ugandische Menschenrechtskommission und Staatsunternehmen wie die Nationale Wasser- und Abwasser-Gesellschaft die Partner; zugleich arbeitet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit auf mit Bezirksverwaltungen, Universitäten und dem Privatsektor zusammen, und vor Ort in den Dörfern mit der Bevölkerung selbst, beispielsweise mit Dorfspargruppen im Rahmen des Finanzsektorprogramms.. Dank dieses Ansatzes auf verschiedenen Ebenen und durch den Einsatz von ca. 120 qualifizierten ugandischen Mitarbeitern von GIZ und KfW wird sichergestellt, dass die Erfahrungen der Zusammenarbeit vor Ort Eingang finden in die Politikberatung und und Programmplanung.

Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren
Neben der bilateralen Regierungszusammenarbeit über KfW und GIZ fördert Deutschland die Entwicklung Ugandas auch über nichtstaatliche Akteure, insebesondere Stiftungen und andere Nichtregierungsorganisationen. Seit 2004 hat die Bundesregierung Projekte dieser Organisationen in Uganda mit mehr als 22 Millionen Euro kofinanziert.

Regionale Programme
Die Bundesregierung unterstützt verschiedene regionale Entwicklungsprogramme. Einige Programme stehen allen afrikanischen Ländern offen, mit anderen werden spezifisch regionale Organisationen wie die Afrikanische Union (AU), die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) oder die Internationale Konference der Region der Großen Seen (ICGLR) und deren Mitgliedstaaten unterstützt, darunter Uganda. Auch die in Uganda ansässige Nilbeckeninitiative (NBI) wird durch deutsche Technische Zusammenarbeit unterstützt.

Multilaterale Unterstützung
Darüberhinaus unterstützt Deutschland Uganda durch seine Beitragszahlungen an multilaterale Oranisationen, die ihrerseits Programme in Uganda finanzieren. Zusätzlich zu den bilateralen und regionalen Programmen steuert die Bundesregierung auf diese Weise durchschnittlich mehr als 60 Millionen Euro jährlich zu Ugandas Entwicklung bei: Deutschland ist der größte Beitragszahler zum Europäischen Entwicklungsfonds und einer der größten Beitragszahler für konzessionäre Darlehen der Weltbankgruppe, der Afrikanischen Entwicklungsbank und für Entwicklungsprogramme der Vereinten Nationen ist.



INSTITUTIONEN

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Das BMZ stellt die weitaus meisten Mittel für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Uganda zur Verfügung.

www.bmz.de


Deutsche Botschaft Kampala
Die Rolle der Botschaft ist es, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit der ugandischen Regierung und anderen Entwicklungspartnern zu koordinieren und den politschen Dialog mit der ugandischen Regierung mitzugestalten. Die Botschaft koordiniert die Aktivitäten der staatlichen Durchführungsorganisationen GIZ und KfW und bietet ihre Dienste deutschen Nichtregierungsorganisationen an, die Entwicklungsprojekte in Uganda durchführen.

www.kampala.diplo.de

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
Die GIZ ist die staatliche Durchführungsorganisation für die Technische Zusammenarbeit Deutschlands. Die GIZ leistet Politik-, technische und institutionelle Beratung und setzt hierfür Berater, Entwicklungshelfer und Integrierte Fachkräfte ein. Teilweise wird die GIZ auch im Auftrag anderer Auftraggeber neben der Bundesregierung tätig.

www.giz.de


KfW Bankengruppe
Die KfW Entwicklungsbank sowie die Deutsche Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft (DEG) gehören der staatlichen KfW Bankengruppe an. Während die DEG den Privatsektor unterstützt, setzt die KfW Entwicklungsbank die bilaterale Finanzielle Zusammenarbeit im Auftrag der Bundesregierung um; dabei stellt sie finanzielle Mitel für Entwicklungsinvestitionen zur Verfügung.

www.kfw.de

Entwicklungszusammenarbeit

Susanne Meltl/GTZ

Unsere Leitlinien für Afrika

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Welche Strategie verfolgt Deutschland auf dem sich rasant wandelnden Kontinent? Wie Chancen genutzt, Risiken bekämpft und Krisen bewältigt werden können.

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Entwicklungspolitik ist nicht nur eine Aufgabe des Bundes, sondern auch der 16 Deutschen Länder. Sie haben vielfältige entwicklungspolitische Beziehungen sowie Partnerschaften und stellen dies auf dem Internetportal „Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik“ dar.